Heute haben wir uns in Hoi An einen Ausflug mit Kochkurs, Marktbesuch und Strand gebucht. Wir kaufen frische Lebensmittel auf dem zentralen Markt und verarbeiten diese unweit des kleinen Städtchens zu einem leckeren Menü. Am Nachmittag geht es an den wundervollen Strand von Hoi An.

Pünktlich um 9:00 Uhr empfängt uns der kleine hagere Phuoc mit einem breitem Lächeln in unserer Hotel-Lobby. Er bespricht mit uns kurz was uns heute erwartet, bevor wir uns auf unsere Drahtesel schwingen. Diese können wir kostenlos vom Hotel ausleihen. Ein Service den viele Hotels anbieten und von den Gästen gerne in Anspruch genommen wird. Das malerische Hoi An ist eines der wenigen Städtchen, welches bedenkenlos mit dem Fahrrad erkundschaften werden kann.

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Central Market Hoi An

Hoi An - Marktbesuch - Phuoc erklärt GemüseNach einem kurzen Käffchen geleitet uns Phuoc zum Central Market. Vorbei an einer jungen Dame die mit einem Grashalm Schnecken aus ihren kleinen Häuschen puhlt und vertilgt. Die stattliche Menge der Schnecken vor ihr lässt vermuten, dass diese sehr gut munden. Und offensichtlich nicht viele Kalorien haben. Vielleicht wäre eine Schneckendiät eine neue Option in der Abnehmbranche.

Der Markt ist wieder bunt und voller interessanter Gerüche. Keinesfalls unangenehm, was man durchaus denken könnte bei der Anzahl an gegartem und ungegartem Fleisch, welches hier ohne Kühlung auf den hungrigen Abnehmer wartet. Frische Garnelen, verschiedene Omeletts, Suppen, Frühlingsrollen und einige andere Gemüse machen Appetit. Dieser verfliegt aber kurz darauf wieder beim Anblick der getrockneten Octopus und Fett- bzw. Innereien-Ansammlungen, welche hier verarbeitet werden.

Phuoc (gesprochen Pfuuk) erklärt uns einige fremde Gemüsearten und andere diverse Produkte und führt uns über den Obst, Gemüse und Fischmarkt. Alles frisch. Wir kaufen anschließend ein paar frisch zerlegte Hähnchenflügen, welche später als Chili-Chicken-Wings auf dem Teller landen. Außerdem gibt es ein paar frische Kräuter die wir mitnehmen.

Bezahlt wird hier nicht. Phuoc erzählt uns, dass es hier wohl generell so ist, dass jeder seine Waren anschreiben lässt und am Ende des Monats zahlt. Das jemand sich etwas notiert hat, konnte ich jedoch nicht vernehmen.

Ein Besuch des Central Marktes ist empfehlenswert. Er ist sehr authentisch und andere Touristen sind hier nur vereinzelt anzutreffen. Hier habe ich ein paar Fotoeindrücke für Euch. Können per Klick vergrößert werden.

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Raus auf´s Dorf zur Landarbeit

Wir steigen wieder auf unsere schnittigen Bikes und radeln raus auf´s Land in das benachbarte Dörfchen. Hier steht das Haus von Phuocs Eltern, in welchem auch der Kochkurs stattfinden wird. Ein sehr idyllisches Plätzchen umsäumt von großen Palmen und einem kleinen Flüsschen mit den Fischerbooten der Bewohner.

Phuoc erzählt mit, dass er hofft sein Business irgendwann vergrößern zu können und nicht mehr von seinen Eltern abhängig zu sein. Jedoch ist die Konkurrenz extrem groß und somit wird es für ihn immer schwerer. Er träumt vom Reisen und einer Familie.

Wir werden mit den typischen Reishüten ausgestattet, die hier jeder Vietnamese trägt. Ein effektiver Schutz gegen Sonne und Regen. Leicht, bequem und gut durchdacht. Mit diesen geht es hinter die Häuser auf´s Feld, wo wir eine ausführliche Erklärung über die Anbaumethoden der verschiedenen Pflanzen und Kräuter erhalten.

Mitmachen ist hier ebenfalls angesagt. Die zwei großen Wasserkannen sind an einem Holzstab mit Seilen befestigt und werden auf der Schulter getragen. Durch gekonntes Bücken werden sie in einem kleinen Brunnen befüllt und anschließend mit schwingenden Bewegungen über den Pflanzen wieder entleert. Auf dauer sicher eine sehr anstrengende Arbeit für die 1.60m große Dame.

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Kochen und lecker Essen

Nach der Landarbeit geht es in das Haus der Eltern zum kleinen Kochkurs. Die offene Bambushütte ist sauber, aufgeräumt und karg eingerichtet. Offensichtlich wird der Großteil des Hauses nur für die Gäste und die Zubereitung der Speisen genutzt. In der Mitte stehen zwei massive Tische auf welchen wir die nächsten Minuten schnibbeln und arbeiten werden.

Wir bereiten eine Art Omelett zu. Ein paar Rinderfiletstreifen oder Garnelen werden angebraten und später mit Eiern, Bambusstreifen, Knobi und verschiedenen Gewürzen verquirlt. Danach werden die Omelett noch in Reispapier gerollt. Die restlichen Speisen bereitet Phuoc bzw. seine Familie im Hintergrund zu. Später werden uns die frisch gekauften Chicken-Wings in einer Chili-Marinade serviert. Sehr lecker. Rundum ein toller Tag und nur zu empfehlen.

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Anschließend lassen wir den Tag noch ein paar Minuten bei einer Fußmassage von Phuocs Familie Revue passieren.

Wer dazu Fragen hat oder bei Phuoc (Coconut Tours) buchen möchte, hier seine Homepage: https://sites.google.com/site/coconuttourshoian/ oder per Facebook: https://www.facebook.com/pages/Coconut-Tours/247297791986334. Sein Touren haben bei Tripadvisor das Zertifikat für Exzellenz 2013 erhalten.

Er bietet neben der Kochkurs-Tour auch weitere interessante Touren an. Einfach mal nachfragen. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist super und ihr trefft auf einen wirklich tollen Menschen.

Der Strand von Hoi An

Wir verabreden uns mit Phuoc später zum Strand zu fahren. Das Haus liegt eh auf dem Weg und in ca. 10 Minuten geht es vorbei an den grünen Reisfeldern zum wunderschönen Strand von Hoi An. Eine Perle an Strand, welche nicht unbedingt zu erwaten war. Sehr breit mit feinstem Sand, wie wir ihn auch an der Ostsee finden. Am Rand des Strandes verschiedene Cocktailbars und Sonnenliegen, welche zum Verweilen einladen. Urlaubsfeeling pur!

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Phuoc besteht darauf, dass wir Pool/Billiard mit ihm spielen. Für ihn anscheinend ein guter und häufiger Zeitvertreib, wenn keine Touren anliegen. Denn wir können keins der Spiele gewinnen.

Bier und Cocktails haben vernünftige Preise und schmecken. Wie sich später herausstellt, bekommt Phuoc das Bier hier umsonst, wenn er seine Kunden herbringt. Aber dies stößt mir keinesfalls negativ auf, weil die Bar eine der besten dort ist und niemand aufdringlich oder dergleichen ist. Warum sollte er nicht davon profitieren. Allerdings habe ich ihm so sein Bier umsonst ausgegeben. Wir relaxen hier und lassen den tollen Tag ausklingen.

Hier noch ein kleines Panorama des Strands von Hoi An mit dem Handy aufgenommen. Dies kann wie alle Fotos per Klick vergrößert werden.

Hoi An - Panorama Strand - Beach

Abendbrot gibt es heute im kleinen Restaurant gegenüber des Hotels. Leider nichts besonderes aber trotzdem interessant, wenn man den Umstand bedenkt, dass die Küche und der Essensbereich offen ist und sich hier alle möglichen Käfer, Insekten und Geckos herumtreiben. Das dieses riesige undefinierbare Fluginsekt Steffen direkt einmal zwischen die Augen knallt, war natürlich ein witziges Highlight des Abends, allerdings gleichzeitig relativ unangenehm in Anbetracht das wir hier gleich essen. Wir überstehen dies Mahl jedoch unbeschadet.

Habt ihr Fragen oder Tipps bzw. könnt Tipps für Hoi An geben, dann teilt uns dies gerne per Kommentar mir.

 

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