Das Ebola-Virus greift um sich und Afrika Reisende sind stark verunsichert. Wie gefährlich ist das Ebola-Virus und wie kann ich mich davor schützen? Die Frage ist auch, ob Reisen in diese Länder zu diesem Zeitpunkt überhaupt sinnvoll sind oder gar das Risiko viel zu hoch?

Das Gesundheitsministerium hat die Entwicklung des Ausbruchs in Westafrika genau überwacht und festgestellt, dass es sich um den schlimmsten Ausbruch seit Aufzeichnung des Ebola-Virus handelt. Es ist eine große Zahl an Leuten infiziert und eine ebenfalls große Zahl ist dem Virus bereits erlegen, sodass es lange gedauert hat, den Ausbruch unter Kontrolle zu bringen bzw. dies teilweise noch nicht geschafft wurde.

Es gibt bestätigte Fälle von Ebola auf den folgenden drei Kontinenten: Afrika, Amerika und Europa.

Ebola – Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr?

Das allgemeine Risiko für Reisende, sich mit Ebola anzustecken, ist sehr gering, wenn der direkte Kontakt mit Körperflüssigkeiten oder Sekreten mit anderen Personen, und vor allem mit Personen die Ebola-Anzeichen aufweisen, vermieden wird.

[note note_color=“#dcff66″ text_color=“#333333″ radius=“2″]Die Chance sich mit Ebola zu infizieren ist weitaus geringer als sich mit Grippe-Viren oder Tuberkulose anzustecken.[/note]

Nach aktuellen Kenntnissen wird Ebola weder über Luft, noch über Wasser oder Nahrungsmittel übertragen, sodass eine Infektion nur über den Kontakt mit Körperflüssigkeiten einer bereits infizierten Person bzw. Tier erfolgt.

Dazu gehören:

  • Blut
  • Schweiß
  • Erbrochenes
  • Urin
  • Speichel
  • Samenflüssigkeit

Ebola kann anders als eine Grippe nicht durch die Luft oder den Atem übertragen werden. Das minimiert das Risiko für Reisende, sich mit Ebola anzustecken, solange sie direkten Kontakt mit dem Blut oder anderen Körperflüssigkeiten infizierter Personen oder Tiere vermeiden. Tot oder lebendig spielt dabei keine Rolle.

Jede Woche erreichen eine Vielzahl an Flügen aus den betroffenen Ländern die Länder weltweit. Durch den regelmäßigen Reiseverkehr zwischen den betroffenen Ländern sind verstärkte Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Urlauber sollten daher dem Rat der WHO folgen und sich von Menschen mit Ebola-Anzeichen fern halten. Die Regierungen der betroffen Ländern haben bereits weitere Maßnahmen zur Bekämpfung getroffen.

Das gilt es zu vermeiden:

  • Kontakt mit erkrankten Menschen und Tieren
  • Verzehr von lokalem Fleisch, vor allem Buschfleisch
  • Kontakt mit kontaminierten Gegenständen

Die WHO hat eine einfach aber recht deutliche Grafik dazu veröffentlicht. Siehe unten.

WHO Ebola Risiko

WHO Ebola Risiko

Die Gefahr, sich in einem Flugzeug zu infizieren ist ebenfalls sehr klein. Ebola-Kranke sind in der Regel nicht in der Lage zu reisen. Außerdem erfordert eine mögliche Infektion wie erwähnt den direkten Kontakt mit den Körperflüssigkeiten der infizierten Person.

Die Inkubationszeit von Ebola wird mit 2 bis 21 Tagen angegeben, am häufigsten beträgt sie 8–10 Tage.

Ebola – Welche Länder sind betroffen?

Es wird angenommen, dass die Ebola-Virus-Krankheit (EVD) im Dezember 2013 in Guinea begonnen hat. Seit diesem Ausbruch wurden Infektionen vor allem in Guinea, Liberia und Sierra Leone und vor kurzem in kleiner Anzahl auch in Nigeria und dem Kongo registriert.

Ebola Länder Westafrika

Ebola Länder Westafrika

Nigeria, Liberia und Sierra Leone riefen wegen der Epidemie bereits den nationalen Notstand aus. Guinea schloss seine Grenzen zu Sierra Leone und Liberia, um die Ausbreitung der Epidemie zu stoppen. Epidemiegebiete sind unter Quarantäne gestellt, Schulen wurden geschlossen, öffentliche Versammlungen sind nur noch zu Informationszwecken über das Ebolafieber gestattet. Teilweise haben Fluggesellschaften ihren Flüge in die betroffenen Länder gecancelt.

[note note_color=“#ff6a66″ text_color=“#333333″ radius=“2″]Das Auswärtiges Amt rät von nicht notwendigen Reisen in die Ebola-Gebiete in Westafrika dringend ab![/note]

Das Auswärtige Amt bietet aktualisierte Sicherheitshinweise zu jedem Land auf ihrer Homepage an. Afrika Reisende sollten diese gründlich studieren und sich informieren.

Schlechte medizinische Versorgung vor Ort

Nicht nur die Gefahr einer möglichen Ansteckung mit Ebola selbst ist ein Risiko, sondern auch auf die defizitäre medizinische Versorgung von Infizierten in den betroffenen Staaten. Nach Ansicht des Auswärtigen Amtes sind die dortigen Gesundheitssysteme ohnehin mangelhaft. Viele Berichte zeigen, dass die Ärzte, Krankenschwestern und Klinikpersonal mit der Ebola-Epidemie überfordert seien.

Mancherorts gab es bereits Streiks des Pflegepersonals da kein geeigneter Schutz für diese vorhanden sei und sie nicht ausreichend über die Gefahren aufgeklärt wurden.

Die Behandlung von anderen Verletzungen kann in den ortsansässigen Krankenhäusern zur tödlichen Gefahr werden, da gerade hier ein sehr hohes Risiko besteht sich anzustecken.

Was passiert als Deutscher bei Ebola-Verdacht

Deutsche die sich im Ausland mit Ebola infizieren bzw. deren Symptome aufweisen werden nur schwer bis gar nicht die Möglichkeit haben in Deutschland behandelt zu werden. Die Regierungen der Länder lassen alle Ausreisenden (vor allem an Flughäfen) auf mögliche Symptome und erhöhte Temperatur untersuchen. Es droht das Ausreiseverbot und eine Zwangsquarantäne.

Der Ursprung des Ebola-Virus

Die Ebola-Viruserkrankung ist eine schwere Krankheit, mit der sich sowohl Menschen, also auch andere Primaten infizieren können. Ebola ist ein hämorrhagischer
Virus, der schwere innere Blutungen verursacht. Die Infektion breitet sich auf den ganzen Organismus aus und zerstört die kapillaren Blutgefäße. Insbesondere führen Blutungen im Magen-Darm-Kanal, in der Milz und in der Lunge zum Tode.

Aktuell sterben ca. 55% der Infizierten an der Krankheit. Auf dem Dorf sind es weitaus mehr. Bei schneller Behandlung liegt die Erfolgsquote der Heilung bei bis zu 65% (Conakry, Guinea). Eine überstandene Ebola-Erkrankung macht die betroffene Person gegen die spezielle Erregerart immun.

Der Name stammt vom Ebola-Fluss in der Demokratischen Republik Kongo, der inder Nähe des Ortes liegt, an dem die Krankheit zum ersten Mal ausgebrochen ist.

Der Virus wurde zum ersten Mal 1976 gemeldet und Ausbrüche sind seit dem immer wieder vorgekommen. Diese Ausbrüche treten häufig in abgelegenen Dörfern, die sich in der Nähe von Regenwäldern befinden, in Zentralafrika auf. Allerdings erleben wir derzeit den bis jetzt größten gemeldeten Ausbruch des Virus in vier westafrikanischen Ländern: Guinea, Liberia, Sierra Leone und Nigeria.

Eine bestimmte Flughundeart, die in afrikanischen Tropenwäldern lebt, gilt als natürlicher Überträger dieser Krankheit. Man nimmt an, dass folgende Kettenreaktion zu dem erneuten Ausbruch geführt hat: Flughundekot wird von Landtieren gefressen; die Tiere sterben und ihre Kadaver kommen mit Menschen in Berührung.

Als sehr wahrscheinlich gilt auch die Übertragung durch den Verzehr von kontaminierten Buschfleisch wie es die Menschen vor Ort häufig verzehren und welches auch auf den lokalen Märkten erwerbbar ist.

Der Virus ist allerdings nicht nur für Menschen gefährlich. Laut WHO sind ca. ein Drittel der Gorillas in den Schutzgebieten bereits verendet. Sobald die Krankheit eine Person
infiziert hat, kann es zwischen Menschen durch Körperflüssigkeiten übertragen werden.

 

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