Die Deutschen sind laut der World Tourism Organization (UNWTO) Reiseweltmeister. Kaum eine andere Nation gibt weltweit so viel Geld aus wie die Bundesbürger. Unter den Reiseweltmeistern gibt es aber auch Menschen, die bei ihrem nächsten Reiseziel weniger entschlossen sind. Sie stoßen auf Limitierungen (Flugangst, geringes Budget, etc.), die ihre Auswahl einschränken. Für diese Gruppe haben wir im Anschluss einige Tipps verfasst, wie man den nächsten Urlaubsort ausfindig machen kann.

1. Den Urlaub mit persönlichen Fragen finden

Spanien ist des Deutschen zweites Heim, im Schwarzwald kann man sich gut erholen, Paris ist die Stadt der Liebe und absolut sehenswert – Tipps zu Reisezielen, die man besuchen soll, gibt es viele. Was diesen Tipps allen fehlt, ist eine Empfehlung, welche Zielgruppe sie ansprechen. Als Single durch die Stadt der Liebe laufen, ist genauso sinnlos wie die Insel Mallorca zu besuchen, wenn man heiße Temperaturen nicht verträgt.

Folglich gilt: Trends und Tipps sind schön und gut, sie sind aber wenig hilfreich, wenn sie nicht auf das Bedürfnis der Zielgruppe eingehen. Aus diesem Grund sollten Urlauber zunächst eine Liste erstellen, wo sie einige Daten für ihren Urlaub sammeln:

    Welche ist meine liebste Jahreszeit?
    Wie groß ist mein Budget für den Urlaub?
    Wie oft fahre ich pro Jahr in den Urlaub?
    Welche Urlaubsart bevorzuge ich (Badeurlaub, Städtetrip, etc.)?
    Welches Klima passt zu mir?
    Leide ich an bestimmten Ängsten (Flugzeug, Tiere, etc.)?
    Gibt es Kulturen, die mich besonders faszinieren?

Diese Fragen helfen bereits, sich einen Überblick über mögliche Reiseziele zu machen.

Ein weiterer Helfer ist der Traumurlaub-Generator AccorHotels.com. Urlauber können hier zum Beispiel wählen, dass sie gerne am Strand entspannen oder dass sie nicht daran interessiert sind, Künstler zu entdecken. Anhand der Angaben wählt das Tool einen passenden Urlaub aus.

2. Mit Weltkarte und Dart in den Urlaub

Reiselustige Menschen, die keine großen Präferenzen für ihr nächstes Urlaubsziel haben, können die Wahl dem Schicksal überlassen. Für diese Möglichkeit, das nächste Reiseziel zu wählen, benötigen Urlauber zwei Dinge:

Eine große Weltkarte und einen Dart.

Die Weltkarte befestigen Urlauber an der Wand. Um Löcher in der Wand zu vermeiden, kann man die Weltkarte auf einen Untergrund aus Kork kleben. Nun verbindet man sich die Augen, nimmt einen Dart in die Hand und wirft ihn auf die Weltkarte. Dort, wo er stecken bleibt, befindet sich das nächste Reiseziel.

Wer seine nächste Reise nicht völlig dem Schicksal überlassen möchte, kann als Alternative zur Weltkarte auch kleinere Karten eines Kontinents wählen. Oder man schneidet einen bestimmten Bereich der Weltkarte aus und lässt den Dart die genauere Wahl treffen.

3. Reiseziel nach Anreisemöglichkeiten wählen

Viele Menschen beabsichtigen, irgendwann Mal die halbe Welt zu bereisen. Doch nicht für jeden Menschen geht dieser Wunsch in Erfüllung. Ein klassisches Problem: Flugangst. Statistiken zufolge ist das Fliegen weitaus sicherer als andere Reisearten. Helfen tut es Betroffenen meist selten, auch wenn es eine App gibt, die Flugangst mit statistischen Daten beseitigen möchte.

Für diese Gruppe bleiben also nur alternative Anreisen: Mit dem Auto, Zug, Bus oder Schiff (falls man nicht auch noch unter Seekrankheit leidet). Weit entfernte Reiseziele fallen für viele Urlauber weg, da die Anreise entweder zu teuer ist oder zu lange dauert. Was diesen Menschen übrig bleibt, ist ein Urlaub im eigenen Land oder in den Nachbarländern. Innerhalb Europas kann man glücklicherweise relativ bequem und zügig mit der Bahn reisen. Auch Autofahrten sind nicht sonderlich anstrengend. Günstiger ist es für Paare und Singles meist mit dem Bus. Diese sollten die großen Fernbusanbieter wie meinfernbus (flixbus), DeinBus, Postbus, Berlin Linien Bus, megabus etc. in Betracht ziehen. Entsprechende Vergleichsseiten bringen hier einen geldwerten und zeitlichen Vorteil.

Gracht in Amsterdam

Gracht in Amsterdam

4. Touristische Attraktionen und Erlebnisse vor Ort

Reisen werden inzwischen in die verschiedensten Kategorien unterteilt. Neben dem klassischen Badeurlaub, für den sich etwa jeder zweite Deutsche entscheidet, gibt es auch Abenteuerurlaube oder Kultururlaube. Wer zum Beispiel japanisch lernen möchte, ist natürlich im Land der aufgehenden Sonne am besten aufgehoben. Möchte man mit Delfinen tauchen, empfiehlt es sich, die Insel Curaçao in der Südkaribik anzusteuern.

Natürlich gibt es in jedem Land Museen, wer aber von bestimmten Künstlern fasziniert ist, sollte ihr Heimatland oder den Ort besuchen, wo ihre größten Werke entstanden sind. Man merkt also, dass es Länder gibt, die bestimmte touristische Attraktionen bieten, die kein anderes Land in diesem Umfang besitzt.

5. Reiseziele mit spezifischen Sprachkenntnissen

Urlauber können ihr zukünftiges Reiseziel nach ihren gewünschten Sprachkenntnisse auswählen. Wenn sie sich nur auf deutsch verständigen können, stellen natürlich die deutschsprachigen Nachbarländer ein gutes Reiseziel dar. Aber auch bestimmte Urlaubsregionen wie Mallorca besitzen viele deutschsprachige Menschen.

Auf der anderen Seite wollen Urlauber womöglich eine bestimmte Sprache erlernen oder verbessern. Für Englisch empfiehlt sich eine Reise in das nahe gelegene Großbritannien, für Französisch kommt Frankreich infrage. Zudem gehen Reiseveranstalter auf die Bedürfnisse der Urlauber ein und bringen immer mehr Sprachreisen auf den Markt. Hier können Reisende die Sehenswürdigkeiten mit dem Erlernen der gewünschten Sprache verbinden.

 

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